Parietale Osteopathische Faszientechniken
Diese Kursserie aus dem cura-Weiterbildungsspektrum in Funktioneller Osteopathie vermittelt tiefes Verständnis und eine sehr praxisorientierte Befähigung zur Behandlung der Faszien über Parietale Osteopathie. In drei Einzelkursen werden klassische osteopathische Techniken für die myofaszialen Strukturen des Bewegungsapparats und das ligamentäre Gefüge der Gelenke vermittelt.
Im ununterbrochenen Verbund und überall im Körper gestalten Faszien die flexible Struktur der Haltung und der Bewegungsabläufe. Dieser mobile und anpassungsfähige Rahmen ermöglicht optimale und geschmeidige Kraftumsetzung, sinnvolle Bewegungseinschränkung und wohlproportionierte Arbeitsteilung.
Fasziale Läsionen durch unausgewogene Dauerbelastungen oder nachhaltige Traumata wirken wie Verklebungen und Verknotungen auf das ursprünglich fein strukturierte, filigran verwobene Bindegewebe. Doch anders als die vielzitierte Metapher von der »Laufmasche« haben die Faszien die Fähigkeit zur Restrukturierung: zur Neuordnung, Gesundung und Heilung. PhysiotherapeutInnen können mit Parietalen Osteopathischen Faszientechniken die geeigneten Impulse zur Wiedereingliederung der belasteten Fasziensegmente in das Haltungs- und Bewegungssystem ihrer Patienten bewirken. Einschränkungen lösen sich innere und äußere Räume tun sich auf Trennungen werden aufgehoben der freie Fluß der Bewegung kann wieder in Gang kommen. Wo sich im eingeschränkten Zustand nach dem Naturgesetz: Form folgt der Funkt! ion schmerzhafte Verspannung und Arthrose entwickelt, kann durch die osteopathischen Parietalen Faszientechniken das heilsame Gegenteil wirken: gesunde Funktion folgt der Wiederherstellung einer anpassungsfähigen und belastbaren Form Bewegungsabläufe werden wieder geschmeidig und flüssig.
Eine arthrotische Hüfte mag mit einem vor langer Zeit verletzten Knie, einer hormonellen Umstellungsphase, einer beruflich bedingten Fehlbelastung oder sogar seelisch mit dem Gefühl »in der Falle zu sitzen« zusammenhängen die Ursache bleibt häufig verborgen. Die »Mutter« aller Probleme ist und bleibt ein Phantom mit vielen Gesichtern. Umso wichtiger wird es, über geeignete Écoute-
Techniken, also durch das Einspüren in die Spannungsvektoren der verschiedenen faszialen Gurtungsbahnen die systemische Vernetzung dieser Belastungssituation als Ganzes anzugehen und das so sanft und effizient wie möglich. Solche Vorgehensweise kann über eine andere Metapher verstanden werden: der osteopathische Umgang mit Fasziennetzen ist dem Lösen von in sich verwickelten Fischernetzen vergleichbar: eine unfunktionale Struktur, die drei charakteristische Lösungsansätze erfordert:
Gezielte Lockerung der verspannten einzelnen Faser-Gurtungen
Spezifisches Eingehen auf die in sich verwrungenen artikulierenden Knotenpunkte
sowie Lösung des vernetzten Gesamt-Spannungsmusters durch geeignete Positionierung und Entwirrung des Netzes.
Jede Verwicklung, jede Verknotung, jeder Patient braucht ihre/seine eigene Herangehensweise, die sich nur denjenigen eröffnet, die die innere Ordnung im scheinbar Ungeordneten kennenlernen und verstehen. Dieser Weg durchs ligamentäre und myofasziale Labyrinth beginnt zwar außen in den parietalen Wandstrukturen des Körpers, windet sich dann aber in Mikrobewegungen in Richtung des geringsten Widerstands sacht in die Tiefe und findet über den Weg zum Kern des Problems auch den zur Quelle der Lösung.
Alle Indikationen, die von unphysiologischen Ausrichtungen des Bindegewebes geprägt sind, verlangen nach spezifischen praktischen Freigabetechniken, die auf das jeweilige Gewebe und seinen Gebrauch ausgerichtet sind. Diese anschaulich zu vermitteln, ist Aufgabe dieses Kurses.
Inhalte aller drei Kurse:
Inhaltliche Schwerpunkte der einzelnen Kurse:
PFN Parietale Faszientechniken: Netzstruktur und Gurtungsbahnen
PFG Parietale Fasziale Gelenktechniken
PFU Positionierung und Fasziales Unwinding
Die Absolvierung der kompletten Fortbildungsserie in Parietalen Faszientechniken wird den Teilnehmern abschließend bescheinigt.
Anmerkung: Der Zugang zur Ausbildung und der Besuch der einzelnen Kurse steht allen Interessenten der Zielgruppe in beliebiger Reihenfolge frei.
Teilnehmern gänzlich ohne osteopathische Vorerfahrungen wird die Teilnahme am Einführungskurs CCC aus der Craniosakralen Körperarbeit empfohlen, der sich als methodischer und inhaltlicher Zugang auch für PARIETALE FASZIENTECHNIKEN eignet. Die Teilnahme ist jedoch freiwillig.
(Diesbezügliche Anfragen bei Bedarf per email: info@c-u-r-a.com oder per Telefon
cura-büro: Tel. 02449-91 92 00)