Berühren = Mitfühlen = Verstehen



Heilsame Berührung wirkt über die mitfühlende Verbindung mit dem Patienten.

Sich vom anderen "rühren" zu lassen wird so zur aktiven Resonanz der BehandlerIn.
Voraussetzung ist die bewußte Identifizierung über die Berührung des "Anderen".
Die BehandlerIn ist dabei in sich selbst versammelt und bringt so auch die nötige Distanz auf, um ihre Eindrücke klar reflektieren zu können, also auch die Ergebnisse gründlicher Anamnese und gewissenhafter Diagnose in einen Therapieplan einzubeziehen. Es ensteht die Möglichkeit, im Einklang mit dem Patienten einen ermutigenden Einfluß in Richtung auf die Selbst-Heilung hin auszuüben.

Die Voraussetzung hierfür ist therapeutisches "Begreifen":
der Patient möchte sich selbst mit Hilfe der TherapeutIn besser verstehen und annehmen können, um somit ein weiteres Spektrum zum Erleben seiner Selbst zur Verfügung zu haben.


Egal, ob es ein orthopädischer, ein neurologischer, ein kieferorthopädischer oder "nur-ein-psychosomatischer" Patient ist. Denn, was sich hinter dem körperlichen Symptom verbirgt, kann häufig nicht mehr in seiner wahren Dynamik psychosozial oder emotional erfahren werden und wird dann aus der Selbstwahrnehmung und der Erlebnismöglichkeit verdrängt - also in Krankheit somatisiert.

So seltsam es klingt:
die Voraussetzung für die Patienten, um sich wieder gut fühlen zu können ist es meist, sich zunächst überhaupt erst wieder gut fühlen zu können.